Rundgang durch unser Museum

Starten Sie einen kleinen virtuellen Rundgang durch unser Museum und holen Sie sich Appetit auf mehr....

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Von draußen sehen Sie ein Schild und zwei Museen. Rechts finden Sie das Eisenmuseum, das interessante Exponate aus der Geschichte der Eifeler Eisenindustrie bereit hält und links unser Eisenbahnmuseum.

 

Folgen Sie einfach den Weichenlaternen und gehen Sie die Treppe hinab in unsere Museumsräume. Im Eingangsbereich finden Sie die Chronologie unserer Vereinsgeschichte.

 

Darüber hinaus gibt es bereits hier interessante Exponate zu sehen, beispielsweise das große Holzschild, welches von unserem leider viel zu früh verstorbenen Eisenbahnfreund Hans-Joachim Jakubowski zu einem ganz besonders seltenen Anlass angefertigt wurde: das Schild wurde an der Lok befestigt, die den Zug bei der Wiedereröffnung der Strecke Jünkerath - Losheim am 11. Oktober 1986 zog.

 

Auch originalgetreue Züge im Maßstab 1:87 (H0), bespannt mit Lokomotiven, die auf den Strecken in und um Jünkerath gelaufen sind, befinden sich im Eingangsbereich.

 

Gleich links kommen Sie in unseren ersten Raum....

 

1. Der Bw-Raum

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Einst hatte das Bahnbetriebswerk Jünkerath eine große Bedeutung im Eifeler Raum. Berühmt war das Bw Jünkerath besonders für die Beheimatung der preußischen P10, der späteren Baureihe 39. Die Geschichte des Bw Jünkerath bietet einige interessante Aspekte.... Grund genug, dem Bw einen eigenen Ausstellungsraum zu widmen.

 

 

Dort finden Sie Pläne des Bw, Fotos und natürlich unsere Lokschilder- Sammlung. Unter anderem befindet sich auch das Schild der 39 204, der letzten Dampflok des Bw Jünkerath, in unserer Ausstellung.

 

Auch größere Bw-Exponate, wie z.B. eine Feldschmiede oder die Feuertür einer Dampflok, haben ihren Platz im Museum gefunden.

 

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Derzeit beherbergt der Bw-Raum auch unsere große Dienstmützen-Sammlung. Mit rund 100 verschiedenen Eisenbahner-Dienstmützen aus allen Epochen deutscher Eisenbahngeschichte besitzt das Eisenbahnmuseum Jünkerath eine der größten Sammlungen dieser Art im Eifeler Raum. Mützen der verschiedenen Länderbahnen wie preußische, sächsische, bayerische und großherzoglich-oldenburgische Mützen sind ebenso vertreten wie solche der Deutschen- Reichsbahn-Gesellschaft, der Reichsbahn bis 1945 und der DB von 1951 bis in unsere Tage. Auch Mützen der Reichsbahn der DDR sowie solche der Bahnpolizei und Bahnfeuerwehr gehören zum Bestand unseres Museums.

 

Geplant ist, eine Modellbahn in den Bw-Raum zu integrieren. Auf dieser Modellbahn sollen im Maßstab 1:87 einmal die Modelle aller Lokomotiven und Triebwagen fahren, die auf den Strecken in und um Jünkerath zu Hause waren.

 

Das Bw Jünkerath in alter Pracht gibt es leider nur noch im Maßstab 1:87. Das von unserem Vereinsmitglied Hubert Hoffmann gebaute Modell steht seit März 2011 im großen Ausstellungsraum unseres Eisenbahn-Museums (s. Raum 4).

2. Planarchiv und Fahrkartenschalter

Aufnahme Wolfgang Kreckler

In unserem Planarchiv befindet sich eine Vielzahl alter Lage-, Strecken-, Oberbau-, Tunnelpläne etc. aus der Eifelregion. Der älteste Plan ist aus den 1860er Jahren und stammt somit aus der Planungsphase der Eifelstrecke Köln - Trier. Zu dieser Zeit wurde noch mit ganz anderen Einheiten gemessen. So gab es zum Beispiel die preußische Meile anstatt des Kilometers.

 

Auch Direktionskarten unterschiedlicher Zeiträume und Direktionen befinden sich in unserem Bestand.

 

Aus Sicherheitsgründen verwahren wir die meisten dieser wunderbaren Zeitdokumente nur als Kopie im Museum. 

 

Auf Anfrage und gegen entsprechendes Entgelt sind wir auch bereit, Kopien bzw. Ausdrucke von Plänen anzufertigen. Auf der Seite ‘Planarchiv’ haben wir eine Reihe von Plänen aufgelistet, die Sie als Kopie kaufen können. Sprechen Sie uns an, wenn Sie an Plänen interessiert sind.

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Eine besondere Atmosphäre bekommt dieser Raum durch einen Fahrkartenschalter der Deutschen Bundesbahn im Stil der 1960er Jahre.

 

Damals hießen die Fahrkarten noch Fahrkarten und nicht Tickets, es gab noch keine Fahrkarten-Automaten, die häufig defekt und für technisch nicht so versierte Menschen nur schwer zu bedienen sind. Stattdessen gab es noch einen Beamten, der einem Auskunft geben und die gewünschte Fahrkarte gleich verkaufen konnte.

 

Der Fahrkartenschalter im Eisenbahn-Museum wird stilecht durch typische Ausstattungsgegenstände ergänzt, wie zum Beispiel Kursbücher, Stempel, Entfernungsanzeiger und Fahrkartenentwerter, die im Fachjargon Fahrkarten- Stempelpressen genannt werden.

 

Als besonderes Exponat im Schalterraum ist sicherlich der Fahrkartenschrank zu erwähnen, der einst im Bahnhof Kronenburg der 1912 eröffneten und leider längst stillgelegten Strecke Jünkerath - Losheim - Weywertz hing.

3. Der Bahnhofsraum

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Im Bahnhofsraum finden Sie Ausstellungsstücke rund um das Thema “Bahnhof”. Ein Blickfang ist sicherlich das handgefertigte Modell des Bahnhofs Jünkerath im Maßstab 1:87.

 

Aber auch die anderen Dinge können sich sehen lassen, so zum Beispiel ein Zuglaufschild der 1888 eröffneten Strecke Remagen - Adenau oder die alte schmiedeeiserne, filigran gearbeitete Wetterfahne des Jünkerather Bahnhofs.

 

Fahrpläne, Fahrkarten, Stempel aus dem Bahnhof Jünkerath, weitere Zuglaufschilder und alltägliche Utensilien aus dem Bahnhofsbereich komplettieren den Raum.

4. Der große Ausstellungsraum mit Gleisecke und einem Modell des Bw Jünkerath

Wenn man den großen Ausstellungsraum betritt, fällt sofort die Gleisecke ins Auge. In einer Ecke des Ausstellungsraumes liegt ein Originalgleis (auf echtem Schotter und - ungetränkten - Schwellen), an dem sich besonders die Kinder nach Herzenslust austoben können. Handbohrmaschinen für das Bohren von Löchern in Schwellen und Schienen und große Schraubenschlüssel bestimmen das Bild. In der Gleisecke finden sich viele Utensilien, die zum Gleisbau benötigt werden.

 

Desweiteren befinden sich im großen Ausstellungsraum Vitrinen mit Exponaten aus vielen Bereichen der Eisenbahn, z.B. Uniformen, Lampen, Stellwerkszubehör, Kommunikationstechnik etc. Auf mehreren Ausstellungstafeln wird die Eisenbahngeschichte Jünkeraths anschaulich dargestellt. Mehrere Waggonmodelle aus der Eisenindustrie im Maßstab 1:20 weiten den Blick und erinnern an die Geschichte der Jünkerather Eisenindustrie.

 

Mittelpunkt des Ausstellungsraumes ist aber ein Modell des Bw Jünkerath im Maßstab 1:87!

 

Das Bahnbetriebswerk Jünkerath ist legendär. Von 1893 an war das Bw Jünkerath Heimat vieler Dampflokomotiv-Baureihen. Berühmt ist das Bw Jünkerath für die preußische P10, der späteren Baureihe 39. 1966 verließ die letzte Dampflok das Betriebswerk und nur wenige Jahre nach Ende der Dampflok-Ära verschwand auch das Bw Jünkerath. Heute sieht man nur noch den charakteristischen Langlokschuppen, der von einer privaten Firma übernommen wurde.

 

Hubert Hoffmann, eines der Gründungsmitglieder der Eisenbahnfreunde Jünkerath, ist es zu verdanken, dass man zumindest im Modell eine Vorstellung davon bekommt, welche Dimension das Bw Jünkerath früher einmal hatte. In akribischer Kleinarbeit hat er das Bw im Maßstab 1:87 wieder auferstehen lassen. Vieles von dem, was man auf der von ihm gebauten Anlage sehen kann, ist in Handarbeit entstanden, denn Schuppen, Lokleitung, Wohnhäuser etc. gibt es von keiner Modellbau-Firma so zu kaufen, wie sie in Jünkerath gestanden haben. Für seine Liebe zum Detail hat Hubert Hoffmann keine Mühen gescheut: dort, wo er nicht auf Pläne zurückgreifen konnte, war er vor Ort mit Zollstock und Maßband unterwegs, um auch wirklich alles genau so bauen zu können, wie es früher einmal war.


Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und ist von März bis November 2011 als Sonderausstellung im Hauptausstellungsraum des Eisenbahnmuseums Jünkerath zu besichtigen. Danach wird das Modell seinen endgültigen Platz im Bw-Raum des Museums finden.

 

Nachfolgend ein paar Impressionen, die einen kleinen Eindruck verschaffen. Kommen Sie vorbei und besuchen Sie das Bw Jünkerath im Eisenbahnmuseum!

 

(zum Vergrößern bitte klicken)

Aufnahmen Wolfgang Kreckler

5. Das Stellwerk

Aufnahme Arnd Kreckler

Das Stellwerk wurde erst im August 2008 eingerichtet. Zu sehen sind Original-Exponate aus Jünkerather Stellwerken.

 

Signal- und Weichenhebel, K- und L-Tafel, Schlüsselbretter und Original-Mobiliar lassen die Atmosphäre eines Stellwerks erahnen.

 

Die Detailtreue geht dabei sogar soweit, dass im Schrank eine Flasche einer längst nicht mehr existierenden Biersorte steht.... die aber sicher erst nach Dienst getrunken wurde, denn Alkohol war strengstens verboten.... und die Stellwerker hatten eine verantwortungsvolle Aufgabe, waren sie doch für die Sicherheit der Zugfahrten verantwortlich.

 

Soweit der kleine Rundgang durch die Räumlichkeiten unseres Eisenbahnmuseums. Auch im Außenbereich haben wir noch einiges zu bieten:

6. Exponate im Außenbereich

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Im Außenbereich des Museums sind die “großen” Dinge der Eisenbahn untergebracht.

Besonders spektakulär sind sicher- lich der Roheisenpfannenwagen sowie eine Achse der Lok 44 1211.

 

Die Achse der in Elbing (Westpreußen) während des zweiten Weltkrieges gebauten und später in Ehrang stationierten Lok stand seit Mitte der 1970er Jahre als Denkmal vor dem Hauptbahnhof von Trier.

 

Am 10. Februar 2007 musste sie dem Fuß des römischen Kaisers Konstantin Platz machen, der wegen der Konstantin­ Ausstellung dort aufgestellt wurde. Warum man der Meinung war, dass der Fuß eines römischen Kaisers besser vor einen Bahnhof passt als eine Dampflok ­Treibachse, bleibt wohl das Geheimnis der Verantwortlichen in Trier.

 

Glück und eine gute Portion Zufall eröffneten den Eisenbahnfreunden Jünkerath die Möglichkeit, die Achse in Trier abzuholen und in Jünkerath aufzustellen. Das ließ man sich in Jünkerath natürlich nicht entgehen und so ist dieses wunderschöne Stück Eifeler Eisenbahngeschichte seit Mitte 2007 im Bestand des Eisenbahnmuseums Jünkerath.

 

Der Roheisenpfannenwagen hat nur bedingt etwas mit der “richtigen” Eisenbahn zu tun, diente er doch dazu, auf einem werksinternen Schienennetz flüssiges Eisen vom Hochofen zur Weiterverarbeitung ins Stahlwerk zu bringen. Allerdings hat er etwas mit Jünkerath zu tun, denn der Wagen wurde im Jahre 1966 unter der Fabriknummer 38510031/7 in der Jünkerather Gewerkschaft (Firma Demag) hergestellt und war jahrzehntelang in einem Stahlwerk in Bremen im Einsatz.

 

Dort fiel er Peter Theisgen, Mitglied der Eisenbahnfreunde Jünkerath, im Sommer 2002 während einer Geschäftsreise auf. In seinem Geschäftsgespräch brachte er die Rede auf dieses ”gute alte Stück”. Die unerwartete Reaktion seiner Gesprächspartner: “Den können Sie gerne bekommen. Bei uns hat er ausgedient”.

 

Das war ein Angebot! Das Richtige für die Eisenbahnfreunde in Jünkerath. Nach einigen Verhandlungen und mit Unterstützung vieler Menschen war es am 30. Oktober 2003 schließlich soweit. Der in Jünkerath gebaute Roheisenpfannenwagen wurde mit einem Tieflader von Bremen nach Jünkerath gebracht und vor dem Eisenmuseum aufgestellt und ist dort ein stummer Zeuge Jünkerather Eisen- und Eisenbahngeschichte.

Aufnahme Wolfgang Kreckler

Nicht ganz so augenfällig aber trotzdem erwähnenswert ist die “Fernsprechbude”, die links neben dem Museumsgebäude aufgestellt ist.

 

Sie hat - in der Nähe von Hallschlag - jahrzehntelang an der Strecke Jünkerath - Losheim ihren Dienst getan. Nach Stilllegung und Rückbau der Strecke wurde sie nicht mehr gebraucht und konnte im August 2004 in den Museumsbestand aufgenommen werden.

 

Zur Museumseröffnung 2008 frisch restauriert, erstrahlt sie heute wieder in altem Glanze.

 

Übrigens: auch die Prellsteine, die als Begrenzung für den Weg zum Eisenbahnmuseum dienen, standen einst an einem Weg unweit des Schienenstrangs.

 

Sie sehen: Eisenbahn, wo man auch hinschaut. Das, was wir hier kurz beschrieben haben, ist natürlich nur ein kleiner Teil dessen, was Sie bei uns alles zu sehen bekommen. Machen Sie sich selbst ein Bild und kommen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie !

 

Abschließend weitere Impressionen zu unseren Ausstellungsräumen:

 

(zum Vergrößern bitte klicken)

Aufnahmen Wolfgang Kreckler

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Römerwall 12
54584 Jünkerath

 

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