Titel:

Wieder eine neue Eifelbahn - 100 Jahre Ahrdorf - Blankenheim (Wald)

Autor:

Manfred Jehnen

Herausgeber:

Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

Format:

DIN A4

Seitenzahl:

noch offen

Abbildungen:

noch offen

Wieder eine neue Eifelbahn

100 Jahre Ahrdorf - Blankenheim (Wald)

Streckenplan aus dem Eifelvereinsblatt 4/1913, Kreismedienzentrum Euskirchen

„Wieder eine neue Eifelbahn!“ Mit diesen Worten kündigte der Reetzer Pfarrer Loeffelsend im Eifelvereinsblatt, Ausgabe 4/1913, die Eröffnung der Eisenbahnlinie Ahrdorf - Blankenheim (Wald) an. Wortreich beschrieb er die Mühen, die es gekostet hatte, bis die obere Ahr an das moderne Verkehrsmittel Eisenbahn angebunden werden konnte. Die Zeitschriften jener Zeit sind wichtige Informationsquellen für alle Eisenbahn- und Heimatforscher. Sie bieten neben vielen Informationen, die man heute in Archiven leider vergebens sucht, vor allem einen Eindruck dessen, was die Menschen in der Region bewegte und wie die Stimmung an der oberen Ahr in diesen Tagen gewesen sein muss. Das Wort „Euphorie“ kennzeichnet den Gemütszustand der Menschen sehr gut. Man hatte so lange auf die Eisenbahn gewartet. Bereits seit Mitte der 1880 Jahre gab es Versuche, die Ahrtalbahn, die von 1880 bis 1888 in mehreren Etappen zwischen Remagen und Adenau gebaut worden war, mit der Eifelstrecke Köln - Trier zu verbinden. Kirchturmdenken und fehlende Rentabilität verhinderten eine schnelle Lösung. Dass die Bahn schließlich gebaut wurde, lag, so sagen es die zeitgenössischen Publikationen, an ihrem militärischen Nutzen. Doch war dies bei der Strecke Ahrdorf - Blankenheim (Wald) wirklich so? Zweifel sind angebracht.   

Bahnhof Dollendorf (Eifel) um das Jahr 1914, Sammlung Herbert Caspers

Den Menschen war das im Frühjahr 1913 sicherlich egal. Sie strömten am Eröffnungstag zu den Bahnhöfen, ließen den Kaiser hochleben, und genossen die Feierlichkeiten mit Böllerschüssen, Musikkapellen und Freifahrten in den bunt geschmückten Sonderzügen auf der neuen, modernen, Eisenbahnlinie. Endlich sollte der Fortschritt kommen, endlich konnte man aus der bis dahin verkehrsmäßig nur wenig erschlossenen Region an der oberen Ahr in die weite Welt reisen. Es würde Aufschwung geben durch Ansiedlung von Industriebetrieben, durch Erschließung von Bodenschätzen, durch die Möglichkeiten, heimische Produkte preisgünstig in weit entfernte Orte transportieren zu können. Es war eben eine euphorische Stimmung. Mit Euphorie bezeichnet man eine subjektiv temporäre überschwängliche Gemütsverfassung mit allgemeiner Hochstimmung.

 

Diese Hochstimmung war tatsächlich nur temporärer Art, denn schon bald machte sich Ernüchterung breit. Bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg zeichnete sich ab, dass diese malerisch gelegene Eisenbahnlinie keine große Zukunft haben würde, denn der schwache Verkehr machte einen wirtschaftlichen Betrieb unmöglich. Darüber konnte auch der kurzzeitige Aufschwung im Vorfeld und während des 2. Weltkrieges nicht hinwegtäuschen. 

Wiederaufbau des Freilinger Viaduktes, Sammlung Hansjürgen Wenzel

Nach dem Kriege baute man die durch eigene Truppen stark zerstörte Strecke zwar wieder auf, aber das Ende war vorgezeichnet. Der aufkommende Individualverkehr mit PKW und LKW machte der romantischen Bahnlinie schneller als den meisten anderen Strecken in unserer Region den Garaus. Im Februar 1961, noch nicht einmal fünfzig Jahre nach ihrer Eröffnung, war das Ende gekommen. Eine mit Ginster, dem berühmten Eifelgold, geschmückte Lokomotive der Baureihe 50 fuhr an der Spitze des letzten, bescheidenen, Zuges. Bis 1976 überlebte der Abschnitt von Blankenheim bis Blankenheim (Wald) als Industriestammgleis. Dann war auch hier Schluss. 

 

Das Buch beschreibt die komplette Geschichte von den ersten Ideen in den 1880er Jahren bis hin zur heutigen Zeit, wo die Fahrräder die alten Trassen erobert haben. Dabei werden interessante Kapitel wie die privaten Gleisanschlüsse oder aber das Thema Eisenbahngeschütze gegen Ende des Zweiten Weltkrieges angeschnitten.  

 

Mit dieser Publikation komplettieren die Eisenbahnfreunde Jünkerath die Dokumentation der Eisenbahnstrecken an der oberen Ahr. Dank der Unterstützung vieler Menschen war es uns möglich, die Geschichte der Eisenbahnlinien von Dümpelfeld bis Jünkerath und von Ahrdorf bis Blankenheim (Wald) detailliert zu beschreiben und damit, so hoffen wir, diese Strecken vor dem Vergessen zu bewahren. 

 

Das Buch ist in Arbeit und wird voraussichtlich 2017 von den „Eisenbahnfreunden Jünkerath e. V.“ herausgegeben. Es hat etwas länger gedauert, als ursprünglich gedacht. Das lag vor allem daran, dass wir im Rahmen der Buchrecherche auf 1200 Aktenseiten über die Vorgeschichte und den Bau der Bahn gestoßen sind. Diese mussten zunächst durchgearbeitet werden, was wegen der vielen handschriftlich in Sütterlin-Schrift verfassten Briefe und Notizen sehr mühsam war.

 

Obwohl die Arbeiten am Buch sehr weit fortgeschritten sind, bitte ich alle diejenigen die noch Unterlagen, Dokumente, Fotos und Geschichten über die Eisenbahnstrecke Ahrdorf - Blankenheim (Wald) besitzen, diese zur Komplettierung des Buches zur Verfügung zu stellen. Der sorgfältige Umgang und die schnelle Rückgabe der Dokumente wird gewährleistet.

 

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Jehnen

 

Adresse:
Manfred Jehnen
Bongert 11
53945 Blankenheim-Uedelhoven
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