Titel: 100 Jahre Dümpelfeld - Lissendorf - Jünkerath
Autor: Manfred Jehnen
Herausgeber: Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.
Format: DIN A4
Seitenzahl: 272
Abbildungen: 324
Preis: 29,50 EUR

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Rezension im Köln-Bonner Verkehrsmagazin 1/2013

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Mythos Ahrstrecke

100 Jahre Dümpelfeld - Lissendorf - Jünkerath

Am 1. Juli 1912, wurde neben Jünkerath - Losheim - Weywertz und Hillesheim - Gerolstein auch die neue Eisenbahnstrecke Dümpelfeld - Lissendorf - Jünkerath dem Verkehr übergeben. Fast wäre im wahrsten Sinne des Wortes der Zug schon abgefahren gewesen für die Eisenbahn im oberen Ahrtal. Während andernorts schon längst Güter und Personen mit dem neuen Verkehrsmittel Eisenbahn transportiert wurden, verharrte man an der oberen Ahr im Kirchturmdenken.
Jeder Ort wollte seinen eigenen Bahnhof, es wurden Komitees gegründet und viele Streckenvorschläge gemacht. Neben dem schwierigen Nachweis der Wirtschaftlichkeit von Eisenbahnstrecken an der oberen Ahr führte auch die Uneinigkeit dazu, dass kaum ein Fortkommen zu verzeichnen war.

 

Letztendlich gab das Militär den Ausschlag, übernahm mit Staatsgeldern den Großteil der Kosten und machte auch die Vorgaben für die Ausführung der Strecke. Zweigleisig ausgebaut wie eine Hauptbahn, mit großzügigen Radien und geringen Steigungen war die neue Bahn hervorragend für die Aufnahme von langen Militärzügen geeignet. Die militärische Bedeutung der Strecke war gleichzeitig ihr Schicksal. Gekennzeichnet durch große Auslastung während der beiden Weltkriege und nur wenig Betrieb außerhalb der Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen, war das Ende der Strecke nach dem Zweiten Weltkrieg vorprogrammiert. Die zunehmende Motorisierung der Bevölkerung und der Unternehmen tat das ihre dazu.

 

Die Ablösung der Dampflokomotiven durch Schienenbus und Diesellok machte den Betrieb zwar wieder etwas rentabler, konnte die Stilllegung der Strecke aber nicht mehr aufhalten. Am 30. September 1973 fuhr der letzte Zug über die gesamte Strecke von Dümpelfeld bis nach Jünkerath. Kurze Zeit später wurden die Schienen bis Hillesheim abgerissen. Von Hillesheim bis Lissendorf hielt man den Güterverkehr noch bis Ende 1982 aufrecht. Dann war auch dieses Kapitel zu Ende.

 

Heute ist kaum mehr etwas von der einst gut ausgebauten Eisenbahnstrecke zu sehen, die von den Eisenbahnern als „Ahrstrecke“ bezeichnet wurde. Alleine die Empfangsgebäude der Bahnhöfe und einige Brücken- und Tunnelbauwerke sind
von dem übrig geblieben, was vor 100 Jahren mit großen Hoffnungen begann.

 

Das Buch beschreibt in aller Ausführlichkeit die Geschichte dieser ganz besonderen Bahnstrecke von den ersten Ideen über Bau, Betrieb und Stilllegung bis zu dem, was von der Strecke übrig geblieben ist und was man heute noch bestaunen kann. Dabei werden auch in den bisherigen Dokumentationen weitgehend vernachlässigte Themen wie die Bahnpost, private Gleisanschlüsse oder die Rolle der Eisenbahn als Arbeitgeber an der oberen Ahr handelt.


Die Dokumentation lässt den „Mythos Ahrstrecke“ wieder lebendig werden.

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