Titel:

Die Stokerlokomotiven im Bw Ehrang

Autor:

Wolfgang Kreckler

Herausgeber:

Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.

Format:

DIN A4

Seitenzahl:

152

Abbildungen:

ca. 180

Preis:

22,50 EUR

Die Stokerlokomotiven im BW Ehrang

Die Baureihe 44 mit mechanischer Rostbeschickung
Exoten unter den deutschen Dampflokomotiven

Der Autor, Wolfgang Kreckler, im Alter von sieben Jahren vor einer Stokerlok im Bw Ehrang, Aufnahme H. Kreckler

Es ist schon erstaunlich, wie spät, mit wie wenig Engagement und vor allem wie selten eine doch grundsätzlich sehr einfache Möglichkeit, die Arbeit eines Bediensteten zu erleichtern, bei den Deutschen Eisenbahnen eingesetzt und genutzt wurde. Die Rede ist von der in unserem Land eher seltenen Feuerungsart von Dampflokomotiven: die mechanische Rostbeschickung, auch Stoker, genannt. Lediglich zwei Baureihen, dazu noch ausschließlich Güterzug-Dampflokomotiven, kamen in diesen Genuss und wurden damit ausgerüstet. Dabei hielt sich die Anzahl der Stokerlokomotiven durchaus in Grenzen. Jeweils gerade mal fünf Lokomotiven der Baureihen 44 und 45 kamen in diesen Genuss.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste auch die stark in Mitleidenschaft gezogene Eisenbahn wieder versuchen, nach und nach die ihr aufgetragene Verpflichtung, für einen ordnungsgemäßen und zuverlässigen Transport von Personen und Gütern zu sorgen, wieder aufnehmen. Doch mit zum großen Teil in die Jahre gekommenen oder stark durch Kriegseinflüsse beschädigten Loko-motiven war ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich. Außerdem hatte die Lokomotiv-Technik auch in Kriegszeiten weitere Fortschritte gemacht, die man nun berücksichtigen musste und auch wollte. Neben dem verstärkten Einsatz von Elektrolokomotiven wollte man die Weiterentwicklung der Dampfloktechnik ebenfalls nutzen, um den Betrieb effizienter und wirtschaftlicher durchführen zu können.

So begann man in Westdeutschland bei der Deutschen Bundesbahn relativ schnell nach dem verlorenen Krieg mit einem Neubauprogramm für Dampflokomotiven, um die schon erwähnten veralteten Lokbaureihen durch neue, auf dem aktuellen Stand der Technik konstruierte Dampflokomotiven, zu ersetzen.

Die 44 239 hat in Apach einen Eilgüterzug mit verderblicher Ware (Südfrüchte) übernommen und bald ihr Ziel Ehrang erreicht. Dort wird eine andere 44er den Zug übernehmen und bis nach Koblenz bringen; Aufnahme: Jürgen Zeug, Slg.: Wolfgang Kreckler

In diesem Zusammenhang muss man sehen, dass nach Kriegsende der Lokbestand an Dampflokomotiven knapp 150 verschiedene Baureihen-Typen umfasste. Es war klar, dass mittlerweile überalterte Baureihen ausgemustert werden müssen und eine Bereinigung der Typenvielfalt unausweichlich war. Nur Baureihen mit einer noch zu erwartenden längeren Betriebsdauer, zudem in der Unterhaltung kostengünstig, sollten weiter im Bestand verbleiben.

 

Um die so ausgewählten Baureihen auch für die Zukunft entsprechend auszurüsten, wurden verschiedene Versuche unternommen, sie zu modernisieren und vor allem wärmewirtschaftlich günstiger zu gestalten.

 

Auf längere Sicht ebenfalls noch nicht verzichtbar waren die Lokomotiven der Baureihe 44. So nahm man auch sie mit 10 Versuchs-Exemplaren in das Umbauprogramm auf.

 

Je fünf erhielten 1950 neben einem neuen geschweißten Stehkessel mit Verbrennungskammer auch einen Heißdampfregler. Zudem stattete man sie mit einem Henschel-Mischvorwärmer und einer Turbospeisepumpe aus. Die anderen fünf erhielten eine mechanische Rostbeschickung, den Standard-Stoker und ein Hulson-Schüttelrost. Wie bei den o. g. Loks der Reihe 44 wurden auch die Stokerlokomotiven mit einem geschweißten Stehkessel und Verbrennungskammer ausgerüstet. Dabei handelte es sich um die die Loks: 44 239, 241, 242, 244 und 246. Diese heizerfreundliche Ausrüstung erhielten im fast gleichen Zeitraum auch die neubekesselten Lokomotiven der Reihe 45: 45 010, 016, 019, 021 und 023.

Man muss schon genau hinschauen, will man eine Stoker-44 von einer "normalen" handgefeuerten 44er unterscheiden. Am auffälligsten sind die Turbospeisepumpe auf der Heizerseite und die unterschiedlichen Kohlesorten auf dem Tender.

Die mit einer Stokerausrüstung wurden ab dem Jahr 1951 dem Bw Würzburg zugeteilt und sollten die einzigen so ausgerüsteten Dampflokomotiven in Deutschland bleiben.

 

Schnell stellte sich heraus, dass die Lokomotiven, die mit einer mechanischen Befeuerung ausgerüstet waren, erheblich mehr Kohlen verbrauchten als die handgefeuerten.

Erst einige weitere Änderungen und Umbauten an den Loks brachten später, zumindest bei der Baureihe 44, erträgliche Ergebnisse bzgl. des Brennstoffverbrauches.

 

Aufnahme Jürgen Zeug, Slg. Wolfgang Kreckler

 

Die Umstationierung der fünf 44er nach Ehrang kann demnach durchaus als erfolgreich bezeichnet werden. Die Loks liefen nach den erfolgten Umbauten, sehr zur Freude der Heizer, hauptsächlich zwischen Ehrang und Koblenz vor schweren Zügen. Doch schon im Jahr 1963 wurde die erste von ihnen z-gestellt, die letzte 1965.
 

In dem Buch „Stokerlokomotiven im Bw Ehrang“ wird der gesamte Lebenslauf der fünf 44er beschrieben. Untersuchungen, Messfahrten, Umbauten und Änderungen der Stokerloks werden bis ins kleinste auf Grund originaler Unterlagen beschrieben und aufgezeigt. Persönliche Erinnerungen von Lokführern und Werkstättenbediensteten des Bw Ehrang, runden als Zeitzeugen die gesamte Lebensgeschichte der fünf deutschen „Dampflok-Exoten“ ab.

 

Die Reaktionen auf das Buch sind außerordentlich positiv. Das größte Kompliment, was einem Buch über Lokomotiven gemacht werden kann, stammt von einem ehemaligen Lokführer. Zitat:

 

Dieses Buch ist, wie schon die weiteren Bücher von Ihnen, sehr gut gelungen.

 

Es ist eine Freude, als ehemaliger Lokführer in diesem Buch zu lesen!

 

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