Titel: Die Eisenbahnstrecke Hillesheim - Gerolstein
Autor: Manfred Jehnen
Herausgeber: Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.
Format: DIN A4
Seitenzahl: 320
Abbildungen: ca. 380
Preis: steht noch nicht fest
Downloads:
Eisenbahn-
Museum
Museum für Eisenbahngeschichte im Eifel- und Moselraum
Titel: Die Eisenbahnstrecke Hillesheim - Gerolstein
Autor: Manfred Jehnen
Herausgeber: Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V.
Format: DIN A4
Seitenzahl: 320
Abbildungen: ca. 380
Preis: steht noch nicht fest
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Am 1. April 1909 fiel der Startschuss für mehrere große Eisenbahnprojekte in der Region an Ahr und Kyll. Die seit 1888 bestehende Ahrtalbahn wurde von Remagen bis Dümpelfeld zweigleisig ausgebaut. Dort entstand ein Gleisdreieck, von dem aus eine neue Strecke über Ahrdorf und Hillesheim nach Jünkerath führte. Von Jünkerath wiederum baute man eine ebenfalls zweigleisige Bahnlinie mit Anschluss an die Vennbahn bei Weywertz.
Für Hillesheim erfüllte sich damit ein lang gehegter Wunsch. Der Ort, der lange um eine Eisenbahnanbindung gekämpft hatte, erhielt nun sogar einen Abzweigbahnhof. Von hier führte eine gut zwölf Kilometer lange, zweigleisige Verbindungsbahn nach Gerolstein.
Bemerkenswert ist, dass sich für diese Strecke niemand eingesetzt hatte. Während für viele andere Bahnlinien Petitionen und Eingaben verfasst worden waren, ging die Initiative für die Verbindung Hillesheim - Gerolstein allein vom Staat aus. Auf dem Höhepunkt seiner Macht plante und finanzierte das Deutsche Kaiserreich diese Strecke.
Neben militärstrategischen Überlegungen spielten auch wirtschaftliche Erwartungen eine Rolle. Die Verbindungsbahn sollte Teil einer Ruhr-Mosel-Entlastungslinie werden und dem Güterverkehr zwischen den rheinischen Kohlerevieren und den lothringischen Erzgebieten dienen.
Doch die Wirklichkeit entwickelte sich anders, denn der Erste Weltkrieg machte die Planungen zunichte. Mit der Abtretung Elsaß-Lothringens an Frankreich verlor die Strecke einen Teil ihrer ursprünglichen Bedeutung und fristete in der Zeit der Weimarer Republik ein Schattendasein. Während der nationalsozialistischen Aufrüstung kam es noch einmal zu einem kurzen Aufschwung – doch erneut wurde ein Krieg der Bahnlinie zum Verhängnis.
Ab 1944 gerieten die Eisenbahnanlagen in der Eifel zunehmend ins Visier alliierter Bomber. Beim Rückzug im März 1945 sprengte die deutsche Wehrmacht fast alle Brücken der Strecke. Damit war ihr Schicksal besiegelt: Nach dem Krieg wurde sie nicht wieder aufgebaut.
Mehr als achtzig Jahre später erinnert dieses Buch an die Verbindungsbahn Hillesheim - Gerolstein – eine Strecke, die einst mit großen Hoffnungen gebaut wurde und heute fast vergessen ist.
Die nur gut zwölf Kilometer lange Strecke Hillesheim – Gerolstein war eine typische Verbindungsbahn. Ihre Aufgabe bestand vor allem darin, Verkehrsströme zwischen verschiedenen Bahnlinien herzustellen und zu erleichtern. Deshalb betrachtet dieses Buch die Strecke nicht isoliert, sondern immer im Zusammenhang mit den Bahnhöfen und Bahnlinien, die durch sie miteinander verbunden waren.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bahnhof und dem Bahnbetriebswerk Gerolstein. Die Entwicklung des Bahnhofs von einem einfachen Unterwegsbahnhof an der Eifelstrecke Köln – Trier zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt der Eifel gehört zu den spannendsten Kapiteln der regionalen Eisenbahngeschichte. Ebenso interessant ist die Geschichte der beiden Standorte des Gerolsteiner Bahnbetriebswerks.
Die Eisenbahnentwicklung in der Region stand stets in engem Zusammenhang mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen ihrer Zeit. Zahlreiche Artikel und Berichte aus historischen Zeitungsarchiven vermitteln dem Leser anschauliche Hintergrundinformationen und lassen das wechselvolle Schicksal der Verbindungsbahn Hillesheim – Gerolstein lebendig werden.
Fahrpläne, Gebäude- und Gleispläne sowie viele, zum Teil bislang unveröffentlichte Fotografien ergänzen die Darstellung und machen das Buch zu einer abwechslungsreichen und informativen Lektüre für alle Eisenbahnfreunde und regionalgeschichtlich Interessierten.
Das Buch wird am 7. November 2026 im Eisenbahnmuseum Jünkerath vorgestellt und kann vor Ort erworben oder anschließend über das Bestellformular auf dieser Website oder per Mail bestellt werden.