Bei der Vorbereitung des Vortrags und der Museumsführung beschäftigte ich mich erstmals intensiver mit dem Ford Model A. Spontan vermutete ich, es handele sich um ein besonderes Fahrzeugmodell aus den 1970er Jahren. Damit lag ich allerdings völlig daneben.
Der Ford Model A war der Nachfolger des legendären Ford Model T und wurde bereits von 1927 bis 1931 in den USA gebaut – also Jahrzehnte früher als von mir angenommen. Mit seinem modernen Design, leistungsstärkeren Motoren und zahlreichen technischen Verbesserungen markierte er den Übergang in eine neue Epoche des Automobilbaus. Weltweit entstanden mehr als 4,8 Millionen Fahrzeuge in unterschiedlichsten Karosserievarianten. Heute zählt der Ford Model A zu den bekanntesten Oldtimern der Vorkriegszeit und erfreut sich bei Sammlern und Liebhabern historischer Fahrzeuge großer Beliebtheit.
Doch nicht nur in den USA schrieb der Ford Model A Geschichte. Auch für die deutsche Automobilindustrie spielte er eine wichtige Rolle. Als erste Pkw-Baureihe „Made in Cologne“ wurde er ab 1931 in den neu errichteten Ford-Werken in Köln-Niehl gefertigt. Damit gehört der Ford Model A zu den Pionieren des Kölner Ford-Standorts, der bis heute zu den bedeutendsten Fahrzeugwerken Deutschlands zählt.
Man lernt eben nie aus. Nach diesen Recherchen war ich jedenfalls sehr gespannt auf die Besuchergruppe. Vereinbart war, dass die Teilnehmer ihre Fahrzeuge auf dem nahegelegenen Parkplatz an der Gewerkschaftsstraße abstellen und die wenigen Meter bis zum Museum zu Fuß zurücklegen würden. Pünktlich um 12 Uhr trafen die Gäste ein – und die Veranstaltung konnte beginnen.
Museumsführung und Oldtimerbesichtigung
Schon nach wenigen Minuten war klar, dass die Chemie stimmte. Menschen, die sich für historische Eisenbahnen oder historische Automobile begeistern, sind eben – wie man so schön sagt – Brüder und Schwestern im Geiste. Die Teilnehmer lauschten aufmerksam dem Vortrag und verfolgten ebenso interessiert die anschließende Führung durch unser Museum. Nach gut anderthalb Stunden endete der offizielle Teil des Besuchs.
Mein Vereinskollege Rainer Helfen und ich wollten uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu betrachten, und begleiteten die Gruppe zum Parkplatz. Dort bot sich ein beeindruckendes Bild: Rund 20 historische Ford Model A standen in Reih und Glied, allesamt hervorragend gepflegt und in einem bemerkenswerten Zustand. Obwohl alle Fahrzeuge demselben Modelltyp angehörten, hatte jedes seinen ganz eigenen Charakter. Eines der Fahrzeuge war sogar in Köln gefertigt worden. Besonders spannend waren die Geschichten hinter den Fahrzeugen, die uns ihre Besitzer bereitwillig erzählten.
Unsere Idee, noch ein gemeinsames Gruppenfoto vor unserem Roheisenpfannenwagen aufzunehmen, ließ sich leider nicht mehr umsetzen. Der Zeitplan der Gruppe war eng gesteckt, und Organisator Werner Roos drängte bereits zum Aufbruch. So blieb es bei einem herzlichen Abschied. Ich bin mir jedoch sicher, dass man sich – in welchem Rahmen auch immer – irgendwann wieder begegnen wird.
Für mich war der Besuch jedenfalls eine bereichernde Erfahrung. Ich habe viel über Oldtimer im Allgemeinen und den Ford Model A im Besonderen gelernt. Und Spaß gemacht hat der Tag – so mein Eindruck – allen Beteiligten.
Zum Abschluss noch einige weiterführende Links und natürlich ein paar Fotos dieses gelungenen Besuchs.