Ein außergewöhnlicher Neuzugang: Das Modell einer Heusinger-Steuerung kehrt nach Jünkerath zurück

Manfred Jehnen • 14. Februar 2026

Ein Stück Jünkerather Eisenbahngeschichte ist wieder zu Hause

Helmut Reichelt (re.) und Manfred Jehnen bei der Übergabe des Exonats

Im Jubiläumsjahr der Eisenbahnfreunde Jünkerath konnten wir einen ganz besonderen Neuzugang für unser Museum verbuchen – ein Exponat, das zweifellos zu den Highlights der Museumssaison 2026 zählen wird: ein 1,45 Meter langes Modell einer Heusinger-Steuerung.


Über die Heusinger-Steuerung selbst und über die spannende Geschichte unseres Neuzugangs werden wir nach der anstehenden Restaurierung noch ausführlich berichten. Schon jetzt lässt sich sagen: Es handelt sich um ein außergewöhnliches Stück Eisenbahngeschichte. Über mehrere Kurbeln lässt sich an dem Modell die komplexe Funktionsweise der Steuerung einer Dampflokomotive eindrucksvoll demonstrieren. Gefertigt wurde es mit großer handwerklicher Präzision und viel Liebe zum Detail – und das Besondere: Das Modell entstand vor 1951 in der Lehrwerkstatt des Bahnbetriebswerks Jünkerath.


In den vergangenen Jahren befand sich das Exponat im Clubhaus des Modelleisenbahnclubs Lahnstein-Koblenz. Durch den Kontakt zu Helmut Reichelt, einem aktiven Vereinsmitglied des Clubs, erfuhren wir überhaupt erst von der Existenz dieses Modells. Umso größer war unsere Freude, dass die Lahnsteiner Eisenbahnfreunde bereit waren, uns dieses für Jünkerath so bedeutende Stück Eisenbahngeschichte zu fairen und für unseren Verein tragbaren Konditionen zu überlassen.


Gestern machten wir uns auf den Weg nach Lahnstein, um das Modell persönlich abzuholen. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit, auch einen Blick auf die beeindruckende Modellbahnanlage des Clubs zu werfen. Das großzügige Clubhaus ermöglicht den Bau weitläufiger Anlagen. Besonders beeindruckt hat uns die vorbildgetreue Bauweise: Gebäude werden detailgenau nach Originalplänen gestaltet – und wo keine Pläne vorhanden sind, wird vor Ort Maß genommen. Ein Engagement, das höchsten Respekt verdient.


Nach knapp zwei Stunden traten wir die Rückfahrt nach Jünkerath an – im Laderaum unseres Transporters ein echtes Schmuckstück und zugleich ein Stück heimgekehrter Jünkerather Eisenbahngeschichte.


Zum Abschluss möchten wir Helmut Reichelt herzlich danken, der diese Anschaffung erst möglich gemacht hat. Unser Dank gilt ebenso Geschäftsführer Gerhard Lehmkühler sowie allen Verantwortlichen des Modelleisenbahnclubs Lahnstein-Koblenz, die der Überlassung zugestimmt haben. Wir werden dieses besondere Exponat in Ehren halten und ihm in unserem Museum einen würdigen Platz geben.


Das Foto oben zeigt Helmut Reichelt (re.) vom Modelleisenbahnclub Lahnstein-Koblenz und Manfred Jehnen von den Eisenbahnfreunden Jünkerath bei der Übergabe des Modells im Clubhaus in Lahnstein. 


Die Aufnahme unter dem Text wurde nach der Ankunft im Eisenbahnmuseum Jünkerath gemacht.

Zum Abschluss noch einige Impressionen von dem Abend bei den Kollegen des Modelleisenbahnclubs Lahnstein-Koblenz.

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    Helmut Bell (re.) und Manfred Jehnen am Modell der Heusinger-Steuerung 

    Foto: Helmut Reichelt

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    Kollegen des MEC Lahnstein-Koblenz helfen uns bei der Verladung des Modells. 

    Foto: Helmut Reichelt

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    Helmut Bell (re.) und Manfred Jehnen an der Modellbahnanlage des MEC.

    Foto: Helmut Reichelt

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    Blick auf die Anlagen des Bahnhofs Weilburg. 

    Foto: EFJ

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    Blick auf die Anlagen des Bahnhofs Weilburg. 

    Foto: EFJ

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    Alle Gebäude wurden originalgetreu nachgebaut.

    Foto: EFJ

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    Grube Waldhausen bei Weilburg.

    Foto: EFJ

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    Zeitreise in die frühen 1950er Jahre.

    Foto: EFJ

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    Ein letztes Foto vor der Rückfahrt nach Jünkerath.

    Foto: EFJ

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    In Jünkerath angekommen, testet Helmut Bell die Funktion des Modells.

    Foto: EFJ

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